3. Etappe der Elbetour

Die dritte Etappe begann in Stade gegen 09:45 Uhr bei sonnigen Wetter.
Über Twielenfleth ging es nun durch das Alte Land mit seinen über 10 Millionen Obstbäumen. An wenig befahrenen Nebenstraßen fährt es sich zum nächst größeren Ort Jork, der "Hauptstadt" des Alten Landes mit sehr schönen alten Bauernfachwerkhäusern.
 
Das Alte Land endet ziemlich schlagartig an der Stadtgrenze von Hamburg-Cranz. Hier an der Este sind erste kleinere Häfen zu sehen. An der Hubbrücke am Este-Sperrwerk lohnt sich eine kurze Pause, da der Radler einen sehr eindrucksvollen Blick auf die andere Elbeseite zum Hamburger Stadtteil Blankenese hat.

Vorbei an Industrie und Hauptstraßen geht es weiter bis nach Finkenwerder, wo unsere Fähre ablegt.

Die Fähre gehört zum öffentlichen Nahverkehr und kann mit einen sehr günstigen Ticket befahren werden. Diese Schifffahrt lohnt sich auf jeden Fall, da die komplette Elbe von Finkenwerder bis zu den Landungsbrücken befahren wird. Vorbei an den Hafenanlagen über Hamburg-Altona, St. Pauli bis zu den Landungsbrücken.
Von den Landungsbrücken geht es durch die Speicherstadt (Hafen-City) an viel befahrenen Straßen, die jedoch nach Überquerung der Elbbrücken verlassen werden.
Die nächsten Kilometer führen an Felder und Wiesen oder durch Wälder entlang. Erst kurz vor Geesthacht wird die Freie und Hansestadt Hamburg verlassen.
Auch zwischen Geesthacht und Lauenburg führt der Radweg, wie schon zuvor, selten an der Elbe entlang. Allerdings sind hier ein paar teils kräftige Steigungen durch den Wald zu bewältigen, die notfalls auch geschoben werden können.
Unser Etappenziel nach 100km ist die am Hügel liegende über 11.000 Einwohner zählende Stadt Lauenburg. Von vielen Stellen in der Stadt ist die Elbe zu sehen. In der Altstadt stehen typische Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert und an der Elbe grüßt der Rufer, die Symbolfigur Lauenburgs, vorbeifahrende Schiffe und Reisende. Von der einzigen Elbebrücke in Lauenburg ist die Elbe mit Stadtblick perfekt einzusehen.
Fazit der 3. Etappe

Die Strecke von Stade bis nach Lauenburg beträgt etwa 100 km.
Ab Stade bis Hamburg ist die Ausschilderung nur mäßig, da die Schilder oft nicht zu sehen sind. Der Radweg führt bis Hamburg meistens an wenig bis stärker befahrenen Straßen entlang.
In Hamburg war die Ausschilderung für eine Großstadt relativ gut.
Zwischen Hamburg und Geesthacht führt der Radweg auf Betonplatten, d.h. für jede Fahrtrichtung eine Platte, durch Wald und an Felder und Wiesen entlang.
Zwischen Geesthacht und Lauenburg ist unbefestigter Weg durch Wald mit kurzen (teilweise kräftigen) Steigungen. Hier kann aber geschoben werden. Die Ausschilderung ist ab Hamburg bis Lauenburg wieder sehr gut.
Die Elbe wird vom Radweg aus erst in Hamburg und später ab Geesthacht wieder gesehen.

Tipp: Als "Geheimtipp" zählt die Fähre von Finkenwerder zu den Landungsbrücken zum HVV-Tarif (Hamburger Verkehrsverbund; also zum Öffentlichen-Verkehrsmittel Tarif). So ist Hamburg von der Elbseite aus für relativ wenig Geld zu sehen.

Weiter mit der 4. Etappe der Elbetour