6. Etappe der Oder-Neisse-Usedomtour

Karte 5

 

Karte 6: Von Ahlbeck ist es sehr fahrradfreundlich über Heringsdorf, Bansin bis nach Zinnowitz zu fahren. Die paar Steigungen sind bei guter Seeluft zu schaffen.

Eine übernachtungsalternative bietet sich in Wolgast auf dem Festland an, wenn es auf Usedom nichts gibt oder zu teuer ist. Ein weiterer Vorteil: Nette Bars, die Sankt-Petri-Kirche in der Stadtmitte als Blickfang und der Bahnhof für die Abreise ist stadtnah.

   

Karte 5: Unsere letzte Etappe, die sechste, starteten wir um 9:30 Uhr in Kamminke. Ein letzter Blick auf den Hafen und das nächste Ziel vor Augen: Swinemünde (Swinoujscie) auf der polnischen Seite. Der Grenzübergang war voll von Menschen, die günstig in Polen einkaufen wollten oder von Polen, die in Deutschland etwas erworben haben. Die Stadt und der Hafen ist nicht so sehenswert.

Erste Eindrücke vom Seebad Ahlbeck bekommen wir am Strand mit der Seebrücke im Hintergrund, die eine richtiger Touristenmagnet ist. Die Seebrücke beinhaltet ein Restaurant und dient als Schiffsanleger.

Karte 6

Die Strecke von Kamminke bis nach Wolgast beträgt ca. 80 km.
Leichte, aber kurze, Steigungen sind vorhanden.
Der Radweg auf Usedom ist sehr gut ausgebaut. Durch Wälder und an den Strandpromenaden geht es immer unmittelbar am Meer entlang. Ab Zinnowitz bis Wolgast geht es nur noch durch Wiesen oder an Straßen entlang.

 

Fazit: Die Radwege an der Neisse und Oder sind als sehr einfach und ohne Steigungen anzusehen. Auf Usedom gibt es kleine und kurze Steigungen, die notfalls auch geschoben werden können. Die Ausschilderung ist grundsätzlich als gut zu bezeichnen, wobei direkt an den Flüssen eigentlich keine notwendig ist, da der Radweg fast immer den Flussverlauf folgt.

Landschaftlich bieten die Radwege an der Oder-Neisse relativ wenig Abwechslung. Wenig Städte und viel Wiesen im flachen Land, die durch Mischwälder unterbrochen werden. Da das Grenzgebiet aber Naturschutzgebiet ist, sind hier viele seltene Vogelarten anzutreffen. Erst die Strecke zwischen Oder und Usedom (Etappe 5) ist interessanter, aber auch anspruchsvoller, da hier die Ausschilderung fehlt und die Landschaft hügelig wird. Der Radweg auf Usedom setzt den Trend fort. Vorbei an Stränden und über die Strandpromenaden geht es durch Wälder und Wiesen.

Wer den Oder-Neisse-Radweg fahren möchte, muss in der Süd-Nord-Richtung damit rechnen, viel Gegenwind zu haben, was das Radfahren wesentlich beschwerlicher macht. Auf unserer Tour hatten wir sehr oft Wind aus Nordost und somit fast immer den ganzen Tag unmittelbaren Gegenwind.
übernachtungsmöglichkeiten gibt es, soweit uns bekannt ist, in jedem Dorf. Diese können auch sehr kurzfristig gebucht werden, da an der Oder-Neisse nicht sehr viele Radler unterwegs sind. Auf Usedom sieht es während der Saison anders aus. Wir hatten den Eindruck, dass übernachtungen für einen Tag nicht sehr willkommen oder zumindest nur für viel Geld zu haben sind. Aus diesem Grund sind wir auch nach Wolgast als übernachtungsort ausgewichen.
 

Hat der Leser noch Fragen oder Anmerkungen? Zu erreichen bin ich unter der Mailadresse webmeister@lieders.de .