5. Etappe der Fulda-Werratour und Eisenach-Weimar

Die letzte kleine Etappe begann um 9:50 Uhr. über Vieselbach, Hopfgarten und vorbei am Buchenwald, waren wir trotz dieser geringen Entfernung Erfurt-Weimar erst gegen Mittag am Ziel. Gründe hierfür liegen wieder in den fehlenden Schildern der "Thüringer Städtekette" und an der leicht hügeligen aber dennoch sehr schönen Landschaft.
Weimar ist das kulturelle Highlight auf der gesamten Tour. Bekannt ist das Deutsche Nationaltheater und dem davor stehenden Goethe-Schiller-Denkmal am Theaterplatz. Die beiden berühmtesten Weimarer prägen auch sonst das Stadtbild. Es gibt ein Wohnhaus von Goethe (braun) ebenso wie das Schillerhaus. Direkt im Stadtkern am Markt steht das neugotische Rathaus und etwas weiter außerhalb ist Goethes Gartenhaus zu besichtigen. Zahlreiche Schlösser gibt es in und um Weimar, wie z.B. das Stadtschloss in der Innenstadt oder das Schloss Belvedere am Stadtrand.
Die Strecke von Erfurt bis nach Weimar beträgt ca. 35 km.
Der Radfernweg "Thüringer Städtekette" war gar nicht mehr ausgeschildert, so dass auch an dieser Stelle keine Aussage über die Beschaffenheit und Struktur des Radweges gemacht werden kann. Es wurde lediglich versucht (und soweit möglich), nach Beschreibungen und Kartenmaterial aus dem Internet, den vermeintlichen Radweg "Thüringer Städtekette" zu folgen.
Kleinere Steigungen kommen vor. Wer keine Steigungen möchte, sollte den Weg zwischen Hopfgarten und Daasdorf (starke Steigung) unbedingt meiden. Die Strecke von Erfurt bis nach Weimar wurde fast nur auf Nebenstraßen in guten Zustand zurück gelegt.

 

Fazit: Der Fulda-Radweg ist der Hessische Radfernweg R1. Dem Radler wird auf dieser Tour eine wunderschöne Mittelgebirgslandschaft mit weiten Wiesen, grünen Weiden, romantischen und altertümlichen Fachwerkstädten und Burgen geboten. Es gibt nur wenige Steigungen auf dieser Tour, die im wesentlichen in den Tälern der Fulda verläuft. Auf meist befestigten Wirtschafts- und asphaltierten Radwegen lässt es sich gut vorwärts kommen. Mit dem Autoverkehr wird man nur kurzzeitig in den größeren Städten oder kleinen Teilabschnitten konfrontiert. Wer die meisten Steigungen vermeiden möchte, wählt als Ausgangspunkt am besten Rotenburg a.d.F.

Der Werra-Radweg bietet, wie an der Fulda auch, eine noch schönere Mittelgebirgslandschaft mit weiten Wiesen, grünen Weiden, romantischen und altertümlichen Fachwerkstädten und Burgen. Die wenigen Steigungen auf den guten Radwegen können Notfalls kurz geschoben werden. Die Streckenbeschaffenheit ist normalerweise gut. Asphaltierte- und Wirtschaftswege (Splitt oder kleiner Schotter) wechseln einander ab.

Der Radfernweg "Thüringer Städtekette" war zum Zeitpunkt unserer Tour in einigen Abschnitten noch nicht vollständig ausgebaut und beschildert (Stand: Juli 2006, http://www.thueringen-tourismus.de), weshalb an dieser Stelle nicht weiter auf den Radweg eingegangen wird.
 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es an der Fulda den besser ausgebauten Radweg, aber die Landschaft an der Werra ein etwas schöneres Ambiente gibt. Die Ausschilderung und die Anstiege sind an beiden Radwegen etwa gleich.
übernachtungsmöglichkeiten gibt es in jedem Ort und sind relativ leicht zu bekommen, sogar während der Hauptsaison. Empfehlenswert ist ein "Buchungs-Anruf" gegen Mittag, um das ausgesuchte Objekt zu reservieren. So spart der Radler sich die spätere Suche vor Ort.
 

Hat der Leser noch Fragen oder Anmerkungen? Zu erreichen bin ich unter der Mailadresse webmeister@lieders.de .